Grün

Die Farbe des Jahres 2017 ist ja „Greenery“. Welch ein Zufall, dass Selmin für den Sew Anlong 12 Colours of Handmade Fashion ausgerechnet Grün als erste Farbe zieht!

Nun habe ich an sich überhaupt kein Problem mit Grün … solange es keinen Gelb-/Orange-/Braunanteil hat. Das heisst, klares, frisches Grün das geht super, Kakigrün, Olivengrün und Konsorten dagegen gehen gar nicht. Nicht weil ich die Farben nicht mag, sondern weil sie mir einfach nicht stehen. Ich sehe dann aus wie krank. Ocherm*.

Trotzdem habe ich mir bei einem Besuch meiner Lieblingsfreundin in Hamburg einen olivgrünen Baumwolljersey gekauft. Tja. Manchmal fragt man sich doch … Ich denke, mich hat einfach die Struktur des Stoffes betört. Der Stoff ist nämlich irgendwie wie doppeltgestrickt, wobei die Innenseite relativ glatt ist und die Aussenseite geribbelt. Scheinbar stehe ich auf Stoffe, die irgendwie anders sind. Hehe. – Der Stoff hat für einen Jersey erstaunlich wenig Elastizität. Ist es dann kein Jersey? Es sieht jedenfalls aus wie ganz megafein gestrickt (für mich die Definition von Jersey 😉 ). Sollte ich da falsch liegen, klärt mich auf! –

Glücklicher Weise hatte ich zum Olivgrün auch noch schöne Bündchenware in einem Fuchsiaton gekauft. Fuchsia geht nämlich sehr gut zu meinem Teint. 😀

Doch genug geplänkelt, Selmin hat also die Farbe Grün gezogen, ich hatte olivgrünen Stoff und fuchsiafarbenes Bündchen … ich musste die beiden nur noch zu einem Kleidungsstück zusammenbringen. Joa. Erst war dies und das, wie das so manchesmal eben ist und dann … streikte die Nähmaschine. *grmpf* Aber das habe ich ja schon im vorigen Beitrag erzählt. – Das Nähmaschinchen läuft übrigens inzwischen wieder wie eine Eins … hoffentlich für sehr lange jetzt! – Darum bin ich reichlich spät mit meinem „grünen Beitrag“ zu 12 Colours of Handmade Fashion.

Ich habe mich für einen sportlichen Pullover aus der Knipmode 2/17 entschieden. Mit dem tiefem V-Ausschnitt, den Raglanärmeln, der quer zugeschnittenen Schulterpartie und dem Streifen im Ärmel erinnert der Schnitt mich an diese amerikanischen Football Pullis. Dieser Schnitt hat Brustabnäher, was mich bei dem Model ein wenig verwundert, er fällt trotz Taillierung sehr leger … und wie die meisten Modelle der Knipmode auch relativ groß aus. Sollte ich ihn noch einmal nähen, dann nehme ich, zumindest für die obere Hälfte, eine Größe kleiner.

Wie immer in der Knipmode, war alles gut und deutlich erklärt, die einzige Schwierigkeit war die Spitze des V-Ausschnitt, aber das liegt nicht am Schnitt, sondern eher an meinem Unvermögen. Aber Übung macht bekanntlich den Meister und irgendwann Leute … Insgesamt bin ich aber echt nicht unzufrieden recht zufrieden mit meinem Werk. Der Pulli trägt sich sehr bequem und auch der Stoff ist echt total angenehm, weder zu warm noch zu kühl. Baumwolle in Kombination mit legerem Schnitt, hat absolut das Zeug zum Lieblingspulli. 🙂

Jetzt könnte ich euch noch vom Drama der Fotos erzählen, der Fotograf (mein mir Angetrauter) und ich waren uns nicht unbedingt soooooo einig, wie die Fotos aussehen sollten. Ich fand, er legte den Fokus zu sehr auf meinen Bauch … nun ja.

Die Farbe für den Februar ist übrigens Beige! *urgghs* Ausgerechnet Beige. Beige … of all colours! OMG! Doch dazu in Kürze mehr. Ich habe mir dazu schon etwas überlegt. 😀

 

 

 

 

Doeiiiiiiiiiiiii,

Marina

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Schnitt: Knipmode 2/17, Modell 5 (in Deutschland wird die Knipmode unter dem Namen „Fashion Style“ herausgegeben)
Stoff: Baumwolljersey und Bündchenware von der Hamburger Stofflager.

*Ocherm = umgangssprachliche Mitleidsbekundung im südlichen Teil der Niederlande 😉

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