Summerfeeling – kühles Blau

Und schon wieder ist so viel Zeit verstrichen seit meinem letzten Blogeintrag. Im Moment ist einfach dauernd was los und wenn mal nix ist, dann ist es heiß, schwül oder ich habe einfach keine Lust am PC zu sitzen, hat man halt schon mal.

Aber ich war nicht untätig in der Zwischenzeit, unter anderem habe ich mir 3 Shirts genäht. Alle 3 nach dem selben Schnitt aus der Knipmode 3/16. Das Model hatte mir gleich schon gefallen, aber irgendwie kam ich jetzt erst dazu, es auch tatsächlich zu nähen. Der Stoff von dem blau-weißen Shirt ist der Rest von dem, was eigentlich das Brautmutterkleid werden sollte, ein Leinen-Stretch Stoff. Der rosa Stoff, Viscose-Poly-Mischung mit leichter Leinenstruktur und auch etwas Stretch, war ein Spontankauf, weil er in mir das Haben-muss-Gefühl weckte. Und den blau-weiß karierten Stoff, reine, wunderbar glatte Baumwolle, hatte ich schon ewig hier liegen. Auch so ein Spontankauf, vermutlich auf irgendeinem Stoffmarkt, bei dem ich echt ewig nicht wußte, was daraus mal werden sollte und der, wie sich leider erst beim Zuschneiden rausstellte, einen fetten Fehler hatte. *grmpf*

Es läßt sich nicht vertuschen … der inner Rand franselt.

Das blau-weiße und das rosa Shirt habe ich um ca. 7 cm verlängert, was auch gut war. Das karierte habe ich um 10 cm verlängert und, da es sich um total unelastische Webware handelt, auch ein bisschen großzügiger zugeschnitten. Beides war im Nachhinein nicht sooooo klasse.

Beim ersten Shirt habe ich mich an die Anleitung gehalten und den Halsausschnitt, den ich übrigens, bei allen drei Shirts ca. 2 cm weniger tief ausgeschnitten habe, mit Schrägband versäubert. Das hat leider nur mittelprächtig geklappt und darum franselt es seit der ersten Wäsche innen ein wenig ziemlich, was aber weiters nicht stört. Beim rosa Shirt habe ich einen Schrägstreifen zugeschnitten und doppeltgefaltet angenäht. Ziemliches Gefrickel und zeitraubend, da ich zu wenig Stoff hatte und also improvisieren musste … lies: das Schrägband war nicht so schräg wie es sein soll und darum eben auch weitaus weniger dehnbar. Aber immerhin, es sitzt und franselt nicht. Für das letzte, das karierte, Shirt habe ich einen Beleg zugeschnitten. Bisschen ungeduldig war ich wohl, wodurch er nicht 100% passte, aber mit gutem Willen und Bügeln kann man ja auch noch so einiges retten. 😉 Passt, wackelt und hat Luft … wortwörtlich. Alle drei Shirts tragen sich auch bei hochsommerlichen Temperaturen sehr angenehm! Nun habe ich erst mal genug von dem Schnitt, der wandert jetzt in mein Archiv.

Der bedenkliche Blick … das ist nur mein Migränegesicht.

Außerdem habe ich mir noch einen Kaftan genäht. Aus blau-weiß karierter Baumwolle, so ein bisschen erinnert Stoff und Muster mich an die Madraskaros von vor 20 Jahren. … und von der Struktur her auch ein bisschen an die Musselinstoffe, die im Moment scheinbar so in sind. Also er ist auch so ribbelig … irgendwie … auch noch nach dem Bügeln.  Wie ich auf die Idee komme, mir einen Kaftan zu nähen? Vor gaaaanz gaaaaanz vielen Jahren haben wir eine Nilkreuzfahrt von Kairo nach Luxor gemacht. Eine unserer schönsten Reisen! Und auf einem der ägyptischen Märkte habe ich mir meinen ersten Kaftan gekauft. Eigentlich heisst dieses Gewand anders, aber ich kann mir den Namen einfach nicht merken und darum bleibt es für uns eben immer „der Kaftan“. So ein Kaftan trägt sich grade auch bei grosser Hitze total angenehm. Das lange Gewand aus feiner Baumwolle umwedelt den Körper beim Gehen quasi mit kühlender Luft. Aber irgendwann war das Original halt verschlissen und ich habe mir einen neuen genäht. Dazu habe ich einfach den alten Kaftan auf ein Stück Stoff gelegt, mit etwas Nahtzugabe rundum ausgeschnitten, zusammengenäht, gesäumt … fertig! Easy-peasy! Und da der Selbstgenähte sich nun auch immer mehr in Wohlgefallen auflöste, musste mal wieder ein Neuer her. Wie gesagt, es ist ein ideales Sommerkleidungsstück. Nicht unbedingt ausgehfein, aber dafür soooooo bequem! Also ich mag ihn total.

Tja … und was war noch? Hm nicht viel. Ich stricke an Socken für Pe. Jaaaaa, Socken, der nächste Winter kommt bestimmt! Ich muss abends – zumindest die meisten Abende – einfach was in den Händen haben, irgendwas zu tun haben. Die Mosaikjacke ist mir beim Stricken auf Grund ihrer Größe nun zu warm auf den Beinen (und eigentlich habe ich grade auch gar keine Lust um an der Jacke zu arbeiten). Joa und irgendwie hatte ich auf so nichts so richtig grosse Lust. Und Socken gehen immer und werden ja auch eigentlich immer gebraucht, wenn nicht jetzt dann aber in ein paar Monaten. 😉

Ach ja, die Wolle für die Quasten für meinen Häkelschal ist da … aber bin noch nicht zum Quastenbasteln gekommen (beziehungsweise auch da herrscht bei mir grade etwas Unlust).

So, das war es wieder vorläufig … bald sind Ferien. Yeah! Dann habe ich ganz viel Zeit zum Nähen, Stricken und Schreiben … und hoffentlich auch Lust. 😀

Doeiiiii,

Marina

PS: So viel genäht mit der Farbe Blau … darum verlinke ich den Post auch mit der 12 Colors of Handmade Fashion Aktion von der lieben Selmin! Für diesen Monat hat sie nämlich die Farbe Blau gewählt. … oh und es ist Mittwoch … dann darf es auch noch zum MMM

Model: TOP 25, Knipmode 3/16
Stoffe:
Leinen-Stretch und blau-weiß karierte glatte Baumwolle vom Stoffmarkt
Viscoe-Poly und Blau-weißes Madraskaro von Stoffe Mommertz Kohlscheid.

 

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