Socken

Ich habe fertig … ein Paar Socken. Tadaaa. In meinem vorigen Beitrag hatte ich ja schon berichtet vom SockenKal bei den DreivomBlog auf Instagram und Facebook, von meinen grünen Socken, die mir dann doch nicht gefielen und darum wieder geribbelt wurden und von meinem Plan, Slouch Socks oder Shoppersocken zu stricken. Aus einem schon etwas älterem, aber immer gut behütetem, Sockenwollschätzchen von Supergarne, rot-lila Beerentöne mit Lurex-Glitzer-Bling-Bling. Diese Socken sind nun also fertig. Jippieh.

Gestrickt habe ich von den Zehen aufwärts, nach der Methode Basic Toe-Ups von Ingrid Hiddessen. Nur habe ich, weil die Wolle etwas dicker als gewöhnlich ist und die Socken für eine sehr schmalfüßige junge Dame sein sollen, mit 16 statt mit 20 Maschen angefangen. Nach der Ferse habe ich nach der Anleitung für Shoppersocken von Petra Koerner weitergestrickt.


Für die Größe habe ich mich nach dieser Tabelle von Schachenmayr gerichtet:

Ich habe für die Weite Größe 38 und für die  Länge Größe 41 gestrickt, das sollte passen. 😉
Gebraucht habe ich ca. 80 g Sockenwolle (48% Wolle, 24% Baumwolle, 24% Polyester, 4% Lurex).
Gestrickt mit Nadelstärke 2,5 mm, auf einer langen Rundstricknadel. Beide Socken gleichzeitig, was erstaunlich schnell ging – ich hatte auch schon mal den Eindruck, das geht eher langsamer als zwei Socken hintereinander zu stricken. Aber bei diesem Muster und mit dieser Wolle ging es, zumindest nachdem der etwas fummeligen Anfang geschafft war, wie gesagt, echt flottigaloppi. So umging ich das “Second Sock”-Syndrom *happy* uuuuuuund ich musste mir nichts merken oder aufschreiben um den zweiten Socken genauso groß und weit – in diesem Falle besser gesagt, genauso schmal – zu stricken wie den ersten. 😀 Abgeketted habe ich mit dem JSSBO (Jeny’s surprisingly stretchy bind off). Ich habe auch schon verschiedene andere Methoden versucht, aber hiermit hatte ich bisher immer das beste Resultat, wenn es um schöne, elastische Abschlüsse ging.

Also ich muss sagen, die Socken gefallen mir richtig gut. Ich mag diese Wellen, die entstehen wenn man den Schaft etwas zusammen schiebt und die den Socken ihr typisches Aussehen geben. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie es aussieht wenn man diese Socken in Boots über einer Legging oder schmalen Jeans trägt. Und ich denke, in dieser Art werde ich noch einige stricken.

 

 

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Um euch die Socken hier schön zu präsentieren habe ich mir übrigens noch schnell zwei “Sockenbretter” aus billigen Kunststoff-Placemats zugeschnitten. Eine Vorlage für verschiedene Größen (adult und children) findet man hier. Ich habe die Vorlage ausgedruckt und ausgeschnitten, dann den Fuß an der eingezeichneten Linie durchgeschnitten und verlängert (passende Gesamt-Fußlänge aus der obigen Tabelle von Schachenmayr). Das habe ich auf die Placemats gelegt, mit Filzstift umrundet, das Bein dann noch so weit verlängert, wie es eben auf Grund der Größe des Placemats grade so möglich war und ausgeschnitten. Fertig. Zur besseren Sichtbarheit habe ich die Sockenbretter hier mal von der Rückseite fotografiert, zum Präsentieren nehme ich aber natürlich die weiße Seite. Auf den Fotos oben seht ihr, es passt super. Funktioniert also. Aber trotzdem liebäugele ich grade mit wunderschönen hölzernen Sockenbrettern, doch das ist eine andere Geschichte.

 

 

 


Tja, was gibt es sonst noch Neues?
…. oh jaaaaaaaa, mein neuer Wollwickler und die Haspel von Yllep aus Estland sind angekommen. Ganz ganz toll! Die Sachen sind supergut gearbeitet, das Holz ist gewachst und duftet so herrlich. Hach ich liebe das! Ich bin bei der Anschaffung von teureren Gadgets ja immer etwas zögerlich und zurückhaltend. Weil braucht man das, nur weil es schön ist? Ganze klare Antwort: Ja, selbstverständlich! Hehe. Also manchmal braucht man einfach etwas Schönes (und gut duftendes 😀 😀 ) und hier vereint sich ja auch noch Schönheit mit Funktionalität. Denn die Haspel und der Wickler laufen perfekt, und können größere Wollstränge fassen als mein alter Wickler. Für die Bestellung hatten sich einige aus der Aachener Strickgruppe zusammen getan, so konnten wir die, auch nicht unerheblichen, Versandkosten wenigstens teilen.

Da ich noch etwas Wolle von den Socken übrig hatte, habe ich den Wollwickler mal in Aktion für euch fotografiert.

 

So sieht er also aus. Schön, gell! 😉

 

Und hier in Aktion. Man dreht an dem kleinen Knopf rechts, wodurch der dicke Stab links eine ellipsenförmige Bewegung macht und so die Wolle zu einem hübschen “Cake” aufgewickelt wird. Den Fadenanfang klemmt man in die oben angebrachten Ritsen und wenn alle Wolle gewickelt ist, zieht man den Cake nach oben ab. Ich schaue dann immer, dass der Fadenanfang oben rausschaut und nicht im Cake verschwindet. Man kann den Cake, wie man will, von Außen oder von Innen abstricken.

 

… und so sieht dann der fertige “Cake”, in meinem Fall ein Mini-Cake, aus.

 

… und über die Haspel berichte ich, wenn ich das nächste Mal Stränge wickle.

Doeiiiii,

Marina

 

#diedreivomblogchallenge #diedreivomblogkal #boxosoxkal2017

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2 Comments

  • Reply Bine 27 August 2017 at 13:49

    Liebe Marina,

    die Socken sind toll geworden! Die Farben gefallen mir total, die junge Dame wird sich sicher sehr freuen! Du schreibst über allerhand, was ich super interessant finde. Socken von der Spitze aus – kenne ich vor allem von Französinnen, da ist das ein rechter Trend, ich bin da bisher immer ganz gerne bei der guten alten Methode von Mutti geblieben, ehrlich gesagt. Aber wer weiß, vielleicht probiere ich das auch mal aus?

    Wollwickler und Haspel? Ich bin absolut neidisch, ich wickle immer noch von Hand… Und bin öfter mal ziemlich angenervt, weil zu ungeduldig :D. Bisher habe ich mich aber noch nicht zu einer Anschaffung entschließen können, ich bin wirklich gespannt, was du so berichtest!!
    Und auch bei Sockenbrettern überlege ich immer wieder, ob sich das lohnt. Spannst du alle Socken? Ich habe das Spannen ja erst kürzlich für mich entdeckt, aber bei Socken sah ich bisher keine Notwendigkeit…. Aber ich lasse mich auch hier gerne vom Gegenteil überzeugen 🙂

    Ich schicke dir gaaanz liebe Grüße!

    • Reply Marina 27 August 2017 at 16:29

      Hallo liebe Bine,

      Vielen Dank für deinen Kommentar.

      Wenn man Socken Toe-up strickt, hat das den Vorteil, man kann so lange stricken wie die Wolle reicht. Ob der Schaft etwas länger oder kürzer ist, macht nicht so viel aus …. wenn der Fuß dagegen zu kurz ist, dann ist das schon arg blöd. 😉 Tja und es ist halt mal etwas anderes, ich stricke das gerne zwischendurch auch so einfach nur zur Abwechslung.

      Nein, ich spanne Socken eigentlich nie, ich wasch die, häng sie zu trocknen locker über die Leine und fertig. Die Sockenbretter dienen bei mir wirklich nur zu Präsentationszwecken … bisschen eitel sind wir ja schon, nicht wahr. … Obwohl, ich glaube, einmal habe ich doch auch Socken gespannt nach dem Waschen. Das waren Socken mit einem Lochmuster und ich wollte sie verschenken. Das Muster kam natürlich erst nach dem Spannen so richtig hübsch raus.

      LG Marina

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